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cum

Vega, Georgii lib. Baron. de, Tabulae logarithmico

des Zustandes der Philologic in Sachsen während trigonometricae diversis aliis in matheseos des seclizelinten Jahrhunderts. 8.

12 Gr. vsum constructis tabulis et formulis. II Tomi. Edi

Gra u müller, Dr. Chr. Fr., Handbuch der pliarmatio tertia, aucta et emendata. 8 maj. Charta impress. ceutisch-medicinischen Botanik zum Selbstanterricht,

5 Rthlr. 9 FI. für angehende Aerzte, Veterinär - Aerzte, Apotheker, Idem liber, charta script.

Droguisten etc. gr. 8. Zweiter Band. 2 Rthlr. 8 Gr. 6 Rthlr. 12 Gr. od. 11 Fl. 42 kr. 8.

4 Gr. Desselben Werks iter Bd.

2 Thlr. 8 gr. Auch unter dem Titel:

Günther, C. A., kurze Darstellung der grossen :

Völkerschlacht der hohen verbündeten Mächte bei Vega, Georg Freih. von, logarithmisch - trigonometri- Leipzig. Nebst dem Wissenswürdigsten und allge

sche Tafeln nebst andern zum Gebrauch der Mathe- mein interessanten aus den Ereignissen jener Tage. matik eingerichteten Tafeln und Formeln. 2 Bände. Hellfeld, Dr. J. A. Ch. von, populäre Darstellung Dritte verbesserte und vermehrte Auflage gr. 8. auf der vorzüglichsten Materien der Rechtswissenschaft Druckpapier 5 Rthlr. od. 9 Fl. für Nichtjuristen. 8.

16 Gr. Dasselbe Werk auf Schreibpapier

Roman e.. 6 Rthlr. 12 Gr. od. 11 Fl. 42 kr.

Romane, kleine, herausgegeben von C. Chr. Berger. In Commission:

8.

16 Gr.

Zwillingsbrüder, die, ein Roman mit komischen ZüJablonskii, P. E., Opuscula etc. Tomus IVtus. gen und moralischer Tendenz. 8.

20 Gr. Edidit ani madversionesque adiecit Jona Guil. te Water. 8 maj. Lugd. Bat. 1814.

Neue schwedische Biographie.

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Leipziger Literatur-Zeitung. .

Am 1. des July

159.

1814.

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len Kräfte der Menschen beynahe funfzehnhundert Kirchengeschichte

Julire lang in den Fesseln der Unwissenheit, des Ecclesiastical Researches; or Philo and Josephus

Aberglaubens und der Lasterhaftigkeit erhalten habe.

Wenn diese Behauptung gegründet sey, so seyen proved to be Historians and Apologists of Christ, alle diejenigen, die das Evangelium lieben und schäof his followers, and of the gospel. By John tzen, und insbesondere die rechtschallenen Männer, Jones. London, printed for W. Mawman. Lon

welchen es obliegt, den freyen Gebrauch der Ur

kunden desselben zu verbreiten, verbunden, sich don 1812. 564 S. 8.

mit der Thatsache und mit den Beweisen, worauf Sequel to ecclesiastical Researches, in which the sie sieh stützt, bekannt zu machen. Aengstlich (with

Origin of the Introductory Chapters in Matthiew anxiety) erwartet er den Beyfall und die Unterand Luke is brought to Light from Josephus,

stützung der Unitarier in England, einer zahlreichen

Gesellschaft, die, wie er versichert, inmer zahland in which the peculiar articles of the ortho

reicher wird und wünscht mit jedem Freund relidox faith are traced to the System of the Gno- giöser Untersuchungen, zu welcher Secte oder Parstics, who opposed the gospel in the days of tey er auch gehören mag, gemeinschaftliche Sache Christ and his Apostles. By John Jones. Lon

zu machen. Nach diesen Aeusserungen hätten

wir also an Hin. Jones einen neuen Reformator zu don 1815. 424 S. 8. (Beyde Bände zusammen 6 Thlr, 20. Gr.)

erwarten. Rec, muss sich begnügen, die Resultate der Untersuchungen des Vis. in möglichster Kürze

anzugeben, und nur hier und da einige Bemerkun-, Von diesem noch wenig bekannten Werke sollen gen einzustreuen; dem eine ausführliche Prüfung mehrere Bände folgen, die mit einander in gewisser der grösstentheils sonderbaren Meinungen des Vfs. Verbindung stehen; jedoch soll jeder auch als ein wurde ein ganzes Buch erfordern. für sich bestehendes Gauze betrachtet werden kön

Im ersten Band soll, wie schon der Titel sagt, Der Vf. ist ein Unitarier, der aber viel wei- bewiesen werden, dass Philo und Josephus Geter geht, als seine Mitbrider in England und Sie- schichtschreiber und Vertheidiger Christi, seiner Aubenburgen. Er sagt in der Vorrede zum ersten hänger und des Evangeliums gewesen seyen. Die Band, er habe nebst manchen Andern das Gewicht Meinung, dass diese beyden Männer Christen gemancher Einwürfe gefühlt, welche von neuern Zweif- wesen, ist nicht ner. Bereits zu Anfange des 16. lern gegen das Christenthum vorgelracht worden Jahrhunderts zählte Petrus Galatinus, ein Francissind, und daher habe er sich entschlossen, die allen canermönch, in seinem Verke «e arcanis catholiUrkunden dasselbe betreisend, zu prufen, dabey cae veritatis (Lib. I, c. 4.) den Philo und Josephus aber unabhängig von dem Ansehen neuer Schritt- unter die Christen, welche die Beobachtung des mosteller sich an das Resultat seiner eigenen Untersu- saischen Gesetzes mit dem Glauben an Christum chungen zu haiten. Iu dr Vorrede zum folgenden verbunden hätten, folglich Judenchristen gewesen Band erklärt er sich deutlicher über den liaupt- wären: und dafür erklärt sie auch dir. J. Dass sie zweck, den er durch seine Untersuchungen zu er- aber als Geschichtschreiber und Vertheidiger Christi reichen sucht. Er will nämlich einen abscheulichen und seiner Anhäuger betrachtet werden könnten, Betrug bekannt machen, der in das Neue Testament das hat, so viel Rec. weiss, noch Niemand vor ihm bistiger Weise eingeschoben worden, und zeigen, bebauptet. Er holt etwas weit aus. Denn nach eidass die Glaubensartikel, welche selbst von den re- ner kurzen Einleitung, die wir un Weitläuftigkeiformirten christlichen Kirchen insgemein behauptet ten zu vermeiden übergehen, sucht er im ersten werden, sich auf eine Verbindung des echten Chri- Capitel zu beweisen, dass der Epaphrodit, dessen stenthums it einem abscheulichen System gründen, der Apostel Paulus in seinem Brief an die Philipwelch's ursprünglich keinen andern Zweck hatte, per gedenkt, eben derselbe gewesen sey, den Dio als dasselbe zu vernichten, und welches vermittelst Cassius einen Freygelassenen des Kaisers Nero, dieser Vereinigung wirklich die finstern Zeitalter Suetonius aber einen Geheimschriber Staatssecreherbeygeführt, und die moralischen und intellectuel

tär, a libellis) des Kaisers Domitianus nennt, und welcher nebst Flavius Clemens auf Befehl dieses und des Josephus die nämliche Person gewesen Kaisers hingerichtet worden ist. Warum der Verf. wäre, beweisen wollte, dass Josephus selbst ein seine Unterschungen mit diesem Umstand eröllnet, Christ musse gewesen seyn. wird mall schwerlich errathen; man erfährt es aber Ion 2. Cap. wird das bekamte Zeugniss des am Eude diese's Capitels. Josephus sagt nämlich Josephus von Johames dem Täufer (Antiquitt. L. in der Einleitung zu seinen jüdischen Alterthümern, XVII, 5. 2.) angeführt, erläutert, und mit den er sey vorremlich von Epaphroditus, den er mit Nachrichten der Evangelisten verglichen. Der Vf. Lobspruchen überhäuft, ermuntert worden, dieses schliesst nieraus, Josephins habe den Johannes für Werk zu schreiben. Nun war aber dieser Epaphro- einen Prophelen und Vorläuter des Messi s gehaldit (von Geburt ein Heide) ein Christ; es ist daher ten, und wegen dieser Stele sey er als ein christwahrscheinlich, s'ass Josephus selbst ein Christ und licher Schriftsteiler im strengsten Verstande zu bedass der Zweck aller von ihan herausgegebenen trachten. Im 5. Cap. folg! die ausführliche Stelle Werke gewesen sey, die Sache des Christenthums des Josephus aus seiner Gschichte des judischen unter Juden und Meiden zu befördern. Schon Joh. Kriegs (B. JI, 8.) nebst einer kurzern aus den jüdiBapt. Otto (in s. annotatl. in Josephum Tom. II. schen Alterthumern, in welchen er den Charakter p. 316 der Haverkampischen Ausgabe) hat vermu

der Essener schildert, von dem Vf. ubersetzt. Jothet, der Epaphrodit des Josephus sey eben dersel- hannes (er Täufer, fährt hierauf hir. J. fort, gebe, den Paulus in dem Brief an die Philipper seinen

hörte zu ihrer Secte und war ihr vornehmster LehMitarbeiter u. Mitstreiter nennt, u. der Engländer Dail- rer, als unser Herr in der Welt erschien. Essener buz ist ihm bey getreten. Hr. J. sucht mil verschiede- lebten nicht nur in Judäa, son lern auch in audern nen Gründen zu beweisen, was Andere nur vermu- Ländern, wo sich Juden aufhielten; besonders war thet haben. Hierbey findet sich aber eine Schwie- ihrer eine grosse Menge in Samarien, und daher rigkeit, deren Beseitigung ihm viel zu schaffen machte. werden sie von Epiphanius eine Samaritanische Secte Der Apostel schreibt vämlich (Philipp. 2, 25.), aus genannt. Jesus hal in seinen Reden oft Rücksicht Rom, wo er damals in Gefangenschalt war, er habe auf die Essener genomn.en, welches aus mehrern den Epaphrodit nach Philippi gesendet. Wie konnte (uichts beweisenden) Stellen der Evangelisten beer ab r einen Mam, der in kaiserl. Diensten war, wiesen wird. Das Gleichniss von den Arbeitern im so weit versenden? Der Vf. behauptet, Epaphrodit Weinberg zielte zunächst auf diejenigen unter den habe eben damals, als ihn der Apostel nach Philippi Essenern, die ein beschauliches, müssiges Leben führgeschickt, sich öffentlich zum Christenthum bekannt, ten. Cap. 4. Viele Essener glaubten an Christum. und seinen Posten aufgegeben. Diess schliesst der Uebersetzung einer langen Stelle, in welcher Philo Vf. aus V. 29. wo der Apostel die Philipper er- von den Esseneru Nachricht gibt. Cap. 5. Die mahnt, den Epaplırodit freundlich aufzunehmen; Schilderung, welche l'hilo von den Essäern macht, denn das sitze voraus, er habe befürchtet, sie wür- passt ganz auf die Christen. Sie waren die ersten den ibn nicht freundlich, sondern mit Widerstand, Christen aus dem Judenthum. Die Kirchenväter, mit Verachtung aufnehmen. Dass aber Epaphrodit Eusebius, Hieronymus, Epiphanius und alle kirchzwar eine Zeitlang Bedenken getragen, sich öffent

liche Schriftsteller bis auf Zonaras haben diess einlich zum Christenthum zu bekennen, aber nunmehr gesehen und ausdrücklich behauptet. Die Einwürfe sich dazu entschlossen, und seinen Posten am kai- neuerer Kritiker gegen diese Meinung der Kirchen-serl. Hofe aufgegeben habe, das schliesst der Verf. väler werden widerlegt. Christenthum ist blos ein aus dem Umstande, dass der Apostel den Philippern anderer Name anstatt Judaismus, nach der Erkläzugleich meldet, Epaphrodit sey krank, sehr krank rung Jesu und seiner Apostel. Die Unterscheidungsgewesen, Gott habe ihm aber geholfen, dass er ge- lehren des Evangeliums sind die Ankunft, der Tod, sund worden sey; diess soll nach des Hrn. J's Er- die Auferstehung Christi, seine Wiederkunft zur klärung heissen, er sey zwar körperlich krank, aber Auferweckung der Todten und zum Weltgerichte; auch krank am Gemüthe, schwach im Glauben ge- und diese Lehren sind nicht nur in den jüdischen wesen, nunmehr aber sey er durch Hülle Gottes an heil. Schriften enthalten, sondern auch von unserm Leibe und Geiste gesund worden; denn das Gr. Herrn und seinen Aposteln nach ihrem eigenen Gedo leverv könne beydes, Schwachheit des Körpers u. ständnisse aus diesen Schriften hergeleitet worden, Schwachh it des Gemüths bedeuten, und jüdische Joh. 5, 59. Apostelg. 26. (vermittelst allegorischer Schrifisteller pflegten oftmals das nämliché Wort, Erklärungen der Schrift.) Auch von den Essenern in der nämlichen Stelle in buchstäblicher und me- versichert Philo, dass sie die Schrift allegorisch ertaphorischer Bedeutung zu brauchen. Der Apostel klärten; dem das ganze Gesetz ist nach der Meihabe daher in der angeführten Stelle die Ehre des nung dieser Männer einem lebenden Wesen ähnEpaphrollits zu retten, und den Heidenchristen zu lich, die ausdruckliche, buchstäbliche Bedeutung ist Philippi ein gutes Zutrauen zu ihm einzuflössen gem de

der Leib, indessen der darin verborgen geistige Rec. würde es kaum der Mühe werth Sinn die Seele dieser Schriften ausmacht. Diess war geachtet haben, diese gekünstelte und äusserst ge- der Grund der Streitigkeiten zwischen den Vertheizwungene Erklärung anzuführen, wenn nicht der digern des Evangeliums und ihren Gegnern unter den Vf. daraus, dass der Epaphrodit des Apostels Paulus Juden. Die letztern nahmen die Worte der Pro

an

pheten in einen buchstäblichen Sinn, erwarteten In dem weitläuftigen 7. Cap. soll bewiesen wereinen weltlichen König, und indem sie ihre Auf- den, dass Philo die Christen gegen die Beschuldimerksamkeit auf den Buchstaben des Gesetzes ein- gungen, welche ihnen von den Heiden gemacht schränkten, betrachteten sie dasselbe als ein System wurden, vertheidiget habe. Wir könneii aber den äusserlicher Satzungen. Jene hingegen, indem sie Vf. nicht folgen, ohne die Gränzen einer Recension über die buchstäbli he und urspru gliche Bedeutung, zu überschreiten. Auch hier, wie in dem ganzen gleich dem Körper und Fleisch, als von geringerer Werke kommen äusserst gezwungene und bisweilen Wichtigkeit hinwegsalien, stützten sich auf den gei- lächerliche, Erklärungen biblischer Stellen vor. Wenn stigen Sinn, als die Seele, den wesentlichen Theil z. B. Jesus einem Manne, der sich erboten hatte dri Schriften Mosis und der Propheten.

Jesus ihm zu folgen, wo er hingehe, antwortete: Die uud seine Schuler sind dadurch, dass sie sich der Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Taufe Johannis unterwarfen, selbst Essener gewor- Himmel haben Nester (Luc. 9, 58.), so soll das heisden. Die Verfasser der christlichen Schriften hät- sen: „Betrügerische und unkeusche Menschen haben ten daher unter keinem andern als ihrem eigenen ihre Lönlen und ihre bedeckten Gänge, die sie in Namen von ihnen sprechen können. Daher kommt der Absicht besuchen, zu betrügen und unreine Lües, dass der Essener nicht namentlich im N. T. ge- ste zu befriedigen; ich aber habe keine solche Verdacht wird. Am Schlusse dieses Cap. wird eine sammlungsorte; ich habe keine mystischen MeinunVergleichung der Essener mit den Christen gen, und befasse mich mit keinen mystischen Gegestellt, und daraus geschlossen, dass sie nur bräuchen; auch habe ich keinen verborgenen Schutz, dem Namen nach von einander unterschieden ge- woran meine Anhänger Antheil nelimen könnten.“ wesen seyen. Cap. 6. Philo war ein Christ, und Man wird fragen, wie konnte der Verf. auf eine schrieb seine vortreflichen Werke in der Absicht, solche Erklärung verfallen? Der Mann, welcher sich die henotuiss und den Einfluss des Christenthums erbot Jesu zu folgen, bildete sich ein, Jesus sey in zu befördern. Er gibt und gibt oft dem hoch- die Eleusinischen Geheimnisse eingeweiht, und halte gelobten Jesus die prächtigen Ehrentilel, welche ihu eben dergleichen Zusammenkünfte wie die Eleusials den Ge audten vom Himmel auszeichnen, und nischen Prie.ler. Darum gab ihm Jesus diese Antihn so weit als möglich über die unvernünftigen wort. Hin und wieder wird Gibbon widerlegt. Vorurtheile seiner Leser erheben. Er nennt ilin Im 8. Cap. soll bewiesen werden, dass auch Joseden Sohn Gottes, in soferu Gott sein Lehrer und phus ein Vertheidiger der Christen gewesen sey. er sein Schüler war; denn diess ist dem Sprachge- Vornemlich soll er von den Essenern oder Christen, brauch der Juden gemäss, den Tröster, naparintov, welche blos um deswillen Juden genannt werden, durch dessen Vermittelung wir die Vergi bung uns- weil man sie für eine jüdische Secte hielt, den Vorrer Sünden, und den Beystand zu allem Guten er- wurf abzulehnen gesucht haben, dass sie zur Emlangen.

pörung gegen die Römer geneigt wären. Auch hier Von der Bedeutung des griech. Ausdrucks hoyos. kombit Manches vor, was gar nicht zur Sache geDie vornehmsten Bedeutungen sind: Wort, die hört; z. B. von dem leidenden Gehorsam, von der göttlichen Eigenschaften (?) Lehe, das Evangelium Sklaverey; warum Josephus nichts von dem Glauwelches ohne Noth mit vielen Stellen des N. T. ben der Essener an die Auferstehung der Todten bewiesen wird), endlich die personificirende Lehre, erwähnt habe etc. Cap. y. Josephus gibt Nachricht der erhabenste Lehrer, Chrisius. Es wird ber mit von der Bekehrung der Heiden in Antiochien. Diess der Benennung Logos, nicht seine persönliche Na- wird aus den Worten desselben im 7. B. vom jutur, sondern seine amtliche Wurde (ollicial capa- dischen Krieg, C. 3, S. 3. geschlossen, wo er sagt: city) bezeichnet. In diesem Sinne wind Christus „Die Juden zu Antiochien bekehrten beständig eine sowohl von den Aposteln als auch von ? hilo Logos grosse Menge Griechen zu ihrem Gottesdienst, und genannt. Pbilo nenut ihn ferner das Ebenbild Col- nalu en sie in ihre Gemeinschaft auf. Unter den tes, einen Holienprie ter, und seine Sprache und Juden, sagt der Vf., siud Christen zu verstehen, Vorstellungen haben nit (enen des Apostels Paulus die vorher Juden gewesen waren. Denn das Chriin den Brief an, die Hebräer eine so grosse Aehn- stenthum ist der belebende (wesentliche) Theil des lichkeit, dass es scheint, er habe ihn gelesen, wie Judaismus, und nichts anders als verfeinerter, geischon Ea sebiu geglaubt hat. Endlich nennt er auch stiger Judaismus. Der übrige Inhalt dieses Cap. ist den Logos den Mittler zwischen Gott und Menschen, folgender: Nicht nur Griechen sondern auch uneinen Fürsprecher bey Gott und sagt von ihm, er gläubige Juden waren aufgebracht über die immer sey über die Engel erhalen. Hieraus ist zu schlies- mehr anwachsende Merge der Christen zu Antiosen, dass er unter dem Logos Jesum versteht, ob- chien, und aus Hass gaben sie ihnen Schull, sie gleich unter einem andern Namen. (In der That hätten die Stadt anzuuden wollen. Sie waren abr

ben die Vorstellungen des Plilo mit den in man- unschuldig, setzt Josephus hinzu. Die Ausbreitung chen Stellen des N. Test. enthaltenen eine auflal- des Christenihuis zu Damaskus; die Bekehrung der lende Ae nlichkeit. Ueberhaupt scheint der Inhalt Weiber und die Ermordung einer Anzahl von zehndieses 6. Cap. einer genauen Prüfung würdig zu tusend Juden. Die Bekehrung des Izates, Fürsten seyu).

von Adiabene und seiner Mutter Helena zur christ

lichen Religion. Der Zweck des Josephus bey Er- stand das Mönchswesen in Aegypten. Wenn die theilung dieser Nachricht war die Beförderung des Häuser der Christen von ihren Feinden niedergeChristenthums. Der liebenswürdige Charc kier der rissen waren, so verliessen sie die Stadt, und fluch_lena und des Izates, und die merkwürdige Vor- teten in Wusteneyen und einsame Gegenden. Sie sehung Gottes bey einer fungersnoth, deren in der wurden Möliche und Einsiedler nicht aus freyer Apostelgeschichte gedacht wird. Cap. 10. Von dir Wahl, sondern aus Noth. Cap. 15. Nachrichten Einführung des Christenthums in Roni. Wenig zur von dem Leben des Josephus. Wir bemerken darSache gehöriges. Dass die ersten Christen geborne aus nur den einzigen Umstand, dass er in einer Juden waren und dass ihre Zahl in Kurze, s.ch christlichen Schule erzogen seyn soll. Den Beweis sehr vermehrt hat, ist bekannt. Cap. 11. Nach der findet Hr. Jones in der Seibstbiographie des JoseMeinung des Verfs. waren die irrlehrer, auf welche plus S. 2. wo er sagt, er habe die drey jüdischen der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer Secten geprült, und dann weiter fortfährt: „Weil zielt, einige schlecht denkende Juden, welche unter ich inde sen den Vorschmack, den ich hier geliabt dem Vorwand, dass sie die Philosophie Mosis ehr- hatle, nicht hinlänglich für mich hielt, auch erfuhr, ten, nebst mehrern ihrer Anhänger sich mit Betrü- dass ein Mann, Namens Banus, in einer wüsten, gern vereinigten, welche nachher Gnostiker genannt menschenleeren Gegend lebe, sich in Baumbast kleiwurden. Diess sucht der Verf. aus einigen Stellen de und keine andern Nahrungsmittel zu sich nehme, des Josephus und Philo zu beweisen, die er im vor- als wie er sie aus den Händen der Natur empfing, hergehenden Capitel angeführt hatte. Und nun wird auch täglich den Gebrauch der Taufe wiederholte Josephus sogar ein Ausleger des Briefs an die Rö- (daily practised the rite of baptisme), so ward ich mer. Die von ihm erläuterten Stellen siud Röm. 2, voller Verwunderung über sein unbescholtenes und 17 — 22. 16, 17, 8, 19 - 59. 9, 1-24. 13, 1–5. unsträfliches Leben, ein Schüler von ihm, und kehrte Nur ein Jones konnte auf einen solchen Einfall ge- wieder nach Jerusalem zurück, nachdem ich drey rathen. Cap. 12. folgt das bekannte Zeugniss des Jahre in seiner Gese Ischaft verweilet hatte und trat Josephus von Christo, worüber so viel gestritten meine politische Laufbahn an, als einer von den worden ist. Natürlich hält es der Vf. für echt, und Pharisäern, welche Secte mit der stoischen unter sucht die Gegner zu widerlegen. Die vornehmsten den Griechen eine grosse Aehnlichkeit hat.“ Wie Gründe, womit man die Echtheit dieser Stelle be- folgt nun aus dieser Stelle, dass Jozephus in einer streitet, sind nach seiner Meinung folgende: 1) Kein christlichen Schule unterrichtet worden? Der Name christlicher Schriftsteller vor Eusebius erwähnt die- Banun, seines Lehrers ist offenbar der hebräische ses Zeugnisses, weder Justin der Märtyrer, noch pvoga, der Sohn (Schüler) des Johannes. Seine LeOrigenes, noch Clemens von Alexandrien. 2) Es bensart, so wie der Ritus der Taufe beweist, dass enthält Meinungen eines Christen: Josephus war er ein Schüler des Johannes und vielleicht sein Nachaber kein Clirist; diese Stelle kann daher nicht aus folger war. Aber der Vf. schliesst aus dieser Stelle seiuer Feder geflossen seyn. - Antwort: die Kir- zu viel: denn von einer täglichen Taufe sagt das chenväter der drey ersten Jahrhunderte hatten vor Original kein Wort. Josephus sagt vielmehr: Baden Schriften des Josephus den grössten Abschen, nun habe sich Tag und Nacht der Reinlichkeit halund hätten sie geru in ewige Vergessenheit begra- ber in kaltem Wasser gebadet, ψυχρο υδατι την ημεben, wenn es ihnen möglich gewesen wäre, weil er ραν και την νυκτα πολλακις λυομενον προς αγνειαν. Banan die Quellen der Verfälschungen des Christenthums war also kein Hemero-Baptist, wie ausser Jones entdeckt, und die Urheber derselben der öffentlichen auch einige andere Gelehrte geglaubt haben. Denn Schande dargestellt hatte. Die frühern christlichen, diese Secte ελεετο εχ ενεκεν πλυσεως σωματος, αλλα ενεκα Schriftsteller verstanden ihren Charakter und ihre των αμαρτηματων ind wie kommt es, dass Joseplius Sprache, aber die Vorurtheile der Erziehung mach- sich einen Pharisäer und nicht einen Essener oder ten die spätern unfähig zu beyden. (Das soll im Judenchristen nennt? Der Vf. antwortet, eben hierFolgenden bewiesen werden.) Der zweyte Einwurf aus erhellet, dass die Evangelisten, als unser Herr fällt weg, weil Josephus wirklich ein Christ war;

zuerst unter den Essäern predigte, sie nicht bey ihnur hatte er ganz andere Vorstellungen vom Chri- rem Namen, sondern Pharisäer genannt haben, wie stenthume, als die griechischen und latein. Väter. denn der Name Essener nirgends im N. T. vor(Er war ein Nazaräer oder Ebionite, - und nur diese kommt. Was übrigens in diesem Capitel von dem haben die reine apostolische Lehre aufbewahrt). Leben und von den Schicksalen des Josephus gesagt Cap. 13. Von der grausamen Verfolgung der Juden, wird, hätte füglich wegbleiben können, so wie das d. h. nach Jones der Judenchristen in Alexandrien, ganze 16te Cap. von dem Gebrauch, welchen Tawovon Philo Nachricht gibt, und von ilirer überaus citus von den Schriften des Josephus gemacht hagrossen Meuge in Aegypten. Auszug aus den Bü- ben soll. chern des Philo wider den Flaccus. Im 14. Cap. werden die Nachrichten von den Verfolgungen der

(Die Fortsetzung folgt.) Christen fortgesetzt. Bey dieser Gelegenheit ent

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