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Selbst die Zugaben der verschiedenen Tafeln | stellen, indem das Nothwendige derselben in der haben jetzt Aenderungen erlitten. So war z. B. Natur des Menschen nachgewiesen wird. in den vorigen Ausgaben eine Tafel über die Men

Unter den Dichtungen und Miszellen zeichnet gen von Spiessglanz, Mohnsaft und Quecksilber, die

sich aus: Zauber und Liebe, eine nordische Sage, in einigen zusammengesetzten Arzneyen enthalten sind. Diese Tafel ist jetzt, Rec, weiss nicht warum,

von Fouqué. Eine altitalienische Geschichte,

von demselben, wo nur des Farbenglanzes etwas zu weggelassen; dagegen die dritte, welche ehedem die

viel zu seyn scheint. Herkules Torelli, ErzähVeränderungen von Namen der Arzneykörper und

lung von Neumann. Rittersitte, Romanze von ihrer Zubereitungen bemerklich machte, jetzt eine Robert. - Belohnter Fürstenmuth, eine geschicht-, vergleichende Uebersicht der Namen in der Lond

liche Begebenheit von Fouqué. Neue Romane, ner, Edinburgher, Dubliner Pharmakopöe enthält.

von Varnhagen von Ense.

Zweytes Quartal: Vorlesungen über die Be

stimimung des Gelehrten, von 1. G. Fichte (die Zeitschriften.

zweyte Vorlesung folgt im vierten Quartal) reich

an Ideen, wie sich vom Vf. erwarten lässt, jedoch 3. Die Musen. Eine norddeutsche Zeitschrift. Her- wohl nicht so über allen Widerspruch erhaben, als ausgegeben von Friedrich Baron de la Motte

der 'Ton, worin sie geschrieben, glauben machen

will. Als Gegenstücke kann man betrachten: Fou qué und Wilhelm Neumann. Erstes Quar

Stimmen des Christenthums. Darstellung der tal 206 S. Zweytes Quartal 199 S. Drittes Quar- christlichen Religion als Glaube, von Christian tal 214 S. Viertes Quartal 203 S. Berlin bey Sal- Gottfried Schniebes (der Beschluss steht im dritten feld 1812. 8.

Quartal), denn hier wird die Trüglichkeit, das Un

gnügende der philosophirenden Vernunft gezeigt, 2. Die Musen. Herausgegeben von denselben. Jahr

und, mit gleicher Zuversicht der Gewissheit wie gang 1813. Erstes Stuck, Januar, Februar. Berlin dort, das allein Befriedigende und alle Räthsel löbey Hitzig. 132. S. 8.

sende des christlichen Glaubens. Erinnerung an

Phil, Jac. Spener von Franz Horn eine sehr inDiese Zeitschrift zeichnet sich durch gehaltvolle teressante Charakteristik dieses frommen Mannes. wissenschaftliche Aufsätze und durch mannigfaltige Gemälde der Herren Boissorée und Bertram in poetische Erzeugnisse so vortheilhaft aus, dass eine Heidelberg, von Helmine von Chezy, geb.v. Klenke. kurze Anzeige des Besten, was sie enthält, der Geistvolle, anschauliche Schilderungen besonders Muhe lohnt.

niederländischer Gemählde mit Betrachtungen über 1. Eine geistvolle Zueignung in Versen, von

die Kunstgeschichte. E. S. Siebmann, eröffnet das erste Quartal. Hier- Drittes Quartal: Cadmus oder allgemeine Alauf folgt eine Abhandlung über den Mythos der phabethologie, von Du Bois. Ueber den MechaSündfluth, von Philipp Buttmann, welche sich an nismus der reinen Elementen-Vocale und Consodie bekannten Untersuchungen des Verfs. über den nanten — zwey Bruchstücke eines grössern WerMythos der Schöpfung und des Paradieses in der kes, das unter jenem Titel den gesammten physiBerlinischen Monatschrift 1804. März u. April, an- schen Theil der Sprache umfassen wird.

Ueber schliesst - eine überaus sinnreiche, mit ungemei- das altfranzösische Epos, von D. Ludwig Uhland. nem Combinationsgeiste durchgeführte kritische For- In diesem Versuche sucht der Vf. zu zeigen, dass schung, von welcher wir schon eine Anzeige gegeben ha- in der alten nordfranzösischen Sprache ein Cyklus ben, da die Schrift auch einzeln gedruckt ist. – Ferner: wahrhaft epischer Gedichte sich gebildet habe. Es Ueber den Einfluss der den Juden in Spanien im Mit- ist ein lehrreicher Beytrag zur Gechichte der alttelalter bewilligten Vorrechte auf die Staatsverfas- französischen Poesie. – Der Brautring, eine Nosung und das öffentliche Wohl. Aus dem dänischen des velle von August Apel. Eine

anziehende GespenHrn. Etatsratlıs u. Rilters Muldenhawer, von Friedrich stergeschichte aus aller Zeit. Die in der Einleitung Rühs. - Sehr interessant, zumal für die jetzige mitgetheilte Erzählung aus den Geschichtsbüchern Zeit, wo man in mehrern Ländern die Juden zu des Wilhelm von Malmesbury hat A. Schreiber in Staatsbürgern erhoben hat. Es ubersteigt fast den seinen Gedichten und Erzählungen frey nachgebildet. Glauben, wie unter den ausgezeichneten Begunsti

Mehrere sinnige kleine Poesien von Helmine gungen, welche die B. kenn r des mosaischen Ge- von Chezy. setzes einst in Spanien genossen, das ganze Reich Viertes Quartal: Karl der Grosse, eine Vort; man sah sich endlich, da man den Missbräu- lesung. D

lesung. Der ungenannte Verfasser zeigt, wie Karl chen derselben nicht abzuhelfen wusste, genöthigt, „durch seine Werke der Begründer, und durch seine 260.000 Familien des Landes zu verweisen. --Ue- Person der Repräsentant des neuen von ihm eröftber den Lebensmagnetismus, von Dr. Wolfahrt. neten Zeitalters war.“ Aphorisnien, als VorgänDieser Aufsatz sucht das Wunderbare dieser merk- ger eines Versuchs die Gesetze des Universums wuruigen Erscheinung als elwas Natürliches darzu- anzuschauen, von Dr. Freylerrn v. Seckendorf.

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Proben aus altfranzösischen Gedichten, von Dr. , nicht beträchtlichen Fallhöhe ist diese Veränderung Ludwig Uhland, als Beylage zu der oben erwähn- so äusserst unbeträchtlich, dass die Schwerkraft ten Abhandlung über das altfranzösische Epos. ohne allen merklichen Fehler für unveränderlich Epigramme des Platon, aus dem Griechischen von gelten kann. Absolut muss auch hierbey sie bleiVarnhagen yon Ense.

ben oder doch dafür angenommen werden, wenn 2. Erstes Stück: Ueber Aristides, yon I. G. für diese sogenannte unveränderliche Schwerkraft Woltmann. Der Vf, thut dar, dass sein Beyname der bekannte Satz folgen soll, dass die durchfalledes Gerechten, „nicht eine Privattugend, sondern nen Höhen sich wie die Quadrate der Zeiten vereine Beziehung auf das öffentliche Leben bezeich- halten. Dabey ist ja aber aus der Voraussetzung net." Schicksale der bildenden Künste unter selbst, dass sie eine absolut veränderliche Kraft Maximilian König von Baiern, zuvörderst der Ar- sey, es schon einleuchtend, dass die Wirkungen chitektur. Der stereotypische Druck, eine ur- der Schwerkraft, durch welche während 1. t. der sprünglich in Deutschland gemachte Erfindung, mit Raum 1. a., während 2. t. der Raum 4. a. durchOriginal-Aktenstücken. Hiernach wurde diese Erfin- fallen wird, nur wie die Zeiten, nur wie 1: 2. sich dung schon im Jahr 1769. in Berlin durch den Herrn 'verhalten und verhalten müssen, der übrige Unterd' Arières gemacht. – Der Andreas - Abend, von schied in den Fallhöhen i. a. und 4. a., de la Motte Fouqué. Eine Novelle, trefflich er- kurz hier auszudrücken, schlechterdings nur daher zählt; nur wäre dem Schlusse etwas weniger Will- rührt, weil während der Zeit 2. t. mehr als wähkürlichkeit zu wünschen, - Horazens erste Satyre. rend 1. t., vermöge der blossen Trägheit wegen Deutsch und mit berichtigtem Text, von dem Ue- der schon erzeugten grössern Geschwindigkeit durchbersetzer der Wolken. Meisterhaft.

laufen wird. Weit gefehlt, dass die gesammten durchfallenen beyden Fallhöhen als reine Maasse

für die unmittelbaren Wirkungen der Schwere gelM = c h a n i k.

ten könnten, so würden diese vielmehr nur in zwey.

unendlich kleinen Linien bestehen. Hiermit ist für Ueber das Verhältniss des Stosses fester Körper. die Behauptung des Vfs., dass die Kräfte wie die Eine Abhandlung über die Streithage: Verhält

Quadrate der Geschwindigkeiten sich verhalten, dersich der Stoss fester Körper wie die Geschwin- jenige Grund widerlegt, aus welchem er sie erwiedigkeit, oder wie das Quadrat der Geschwindig- sen glaubt, und welchem gemäss er sie versteht keit, wenn nämlich die Masse einerley ist? Von und anwendet, z. B. auf die Chaussee-Gelder, wo I. A. Kirchner, Bauconducteur zu Weimar.

Mit

er es den hohen Behörden ans Herz gelegt wissen einer Kupfertafel. Weimar im Verlag des H. S. will, dass für einen Wagen mit 4 Pferden bespannt privil. Landes - Industrie - Comptoirs 1811. 51 S. viermal so viel Chaussee -Geld als für einen an

dern mit 2 Pferden, erlegt werden möge. EbenNur an sehr wenigen Stellen hat der Vf. sich falls unter bekannten Einschränkungen und Bedinso auszudrücken gewusst, dass man seine Begriffe gungen ist es ferner. ein ebenfalls richtiger Satz, für hinreichend richtig kann gelten lassen. Die al- dass der Widerstand in flüssigen Mitteln den Qualermeisten scheinen gar zu mangelhaft und schwan- draten der Geschwindigkeiten proportional wächst. kend von ihm aufgefasst, gleichwohl mit sehr gros- Aber sehr übereilt ist die Meinung des Vfs., dass ser Selbstzufriedenheit hier mitgetheilt zu seyn. dieser Satz aus seinen Lehren folge. Dasjenige Hauptversehen, welches den meisten Ein- mäss müsste vielmehr eine Kugel mit zweyfacher fluss auf die Falschheit des Resultates gehabt hat, Geschwindigkeit die Luft durchlaufend, einen vierlautet in S. 26. wörtlich, wie folget. .,Wenn also fachen Widerstand schon in der halben Zeit, in der eine unveräuderliche Schwere einen gewissen Kör- ganzen Zeit also einen achtfachen vorfindes per von einer gewissen Höhe treibt, so ist diese Möchte doch, ehe dergleichen so gut als völlig fehl Höhe der Raum ihrer beschleunigten Bewegung, geschlagene Versuche von Anfängern in Deutschund zugleich die Summe ihrer auf einander folgen- land gerlruckt werden, auch bey uns, wie in andern Länden Kraftäusserungen, welche man bey der Beur- dern es Sitte ist, ein gehöriger Veteran der Wissenschaft theilung der Kraft, mit der sich der Körper bewegt, von dem Vrf. und von der Verlagshandlung um Rath in Betrachtung ziehen' muss. Wenn man (welches gefragt werden! Ein solcher braucht ja auf diese Abder Vf, mit den meisten neuern Mathematikern frey- | handlung nur einen flüchtigen Blick zu werfen, um ihren lich versäumt hat) wenn man, sage ich, in absolute Abdruck zu widerrathen, obgleich übrigens es seyn und relative Kräfte abtheilt: so ist die Schwerkraft kann, dass der Verf. bey gehörigem Studium der classider Erde eine absolute veränderliche Kraft; das schen Mathematik zu seiner Zeit etwas druckwürdiges erste, weil sie in gleicher Entfernung von der Erde werde liefern können: denn es ist nicht zu verkennen, auf einen noch so schnell oder noch so langsam dass er einige Winke derselben gut verstanden und bebewegten Körper, und seine Bewegung mag gerich- achtet hat. Schärfer als es gewöhnlich von den meisten tet seyn, wie sie will, allemal mit gleicher Stärke geschieht, hat er es gefasst, dass das, was man Geschwinwirkt; das zweyte, weil sich mit Annäherung an digkeit zu nennen hat, schon im Augenblicke, im Zeitdie Erde die Wirkung stärker zeigt. Längs einer puncte gegenwärtig ist.

gr. 8.

Diesen ge

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Uebersicht der Reisen des Herrn D. Tauscher im südlichen asiatischen Russland von

1809 - 1812.

Beschluss.

Gurielf, das auf einer sumpfigten Insel, in der Nähe des Ausflusses des Urals in die kaspische See, liegt, und gleich den Samarischen Seen rings um ron undurchdringlichen Schillwaldungen umgeben wird, ist ein höchst trauriger Ort. Mir ward er durch die in deu umliegenden Sümpfen erzeugten dichten Schwärme von Mücken, die in unermesslicher Anzahl die Luft erfüllen, auf eine sehr unangenehme Art merkwürdig. Nichts geht über die l'ein, mit welcher die unglücklichen Bewohner dieser Gegenden Tag und Nacht von diesen blutgierigen Insecten geplagt werden. Vergebens sucht inan sich durch eine Atmospläre von Rauch, durch dichte Bedeckungen des Gesicuts und der Tlände und während des Nachtschlass durch einen dichten Schleycr, vor dem schmerzhaften Stiche derselben zu sicher, Sie wissen die geringste gegebene Blössezil benutzen und sich vom fremden Blute zu mästen.

Da mehrere Umstände es nicht verstatteten, längs der Seeküste nach Astrachan zu reisen, so war ich herzlich froh, ein tatarisches Fahrzeug hier vorzufinden, mit dem ich, nach einem Aufenthalt von wenig Tagen die Ueberfahrt zur See begann. Die Tataren sind sehr schlechte Seeleute. Wir brachten auf dieser unbedeutenden Ueberfahrt, die von geschickten Seeleuten bey nicht ungünstigem Wind vielleicht in zwey Tagen hätte gemacht werden können, volle eilf Tage zu. Eine kleine Insel, auf welcher wir unterwegs anlegten, gab, so sehr sie auch durch die Hitze abgesengt war, dennoch einige bisher noch nicht vorgefundene Pflanzen *).

Wir näherten uns endlich durch einen der vielen Seitenärme, durch welche sich die Wolga ins kaspische Meer crgiesst, der Stadt

Ich gedachte hier so lange zu verweilen,

bis ich bestimmtere Nachrichten und Weisungen von Moskau erhalten hätte. Durch Vermittelung des Ilerrn A poth. Schminke, eines gefälligen und gebildeten Deutschen, der mich mit Rath und That unterstützte, fand ich bald eine anständige Wohnung, die ich für cinen billigen Preis auf einen Monat miethete und mit meinem 'Gesellschafter bezog.

Astrachan gleicht einer Musterkarte, durch welche man die meisten orientalischen Nationen kennen lernen kann. Mehr als zwanzig asiatische Völkerschaften, verschieden an Sprache, Sitten und Kleidung, zusammengeführt aus den entferntesten Gegenden durch die Trieblieder des Ligennutzes und durch wechselseitige Bedürfnisse, fesseln den Blick des neugierigen Europäers. Im bunten Gewühl treiben und drängen sich der Hindu und der Armenier, der Perser und der Bukhare, der Kalmücke und der russische Kaufmann aneinander. Jeder prägt den eigentlümlichen Charakter seiner Nation ost in selir stark gezeichneten und kräftigen Zügen aus. Welcher Unterschied, z. B. zwischen dem sanften gutmüthigen Hindu und dem tückischen und grausamen Perser: dem trägen, grobsinnlichen Mongolen und dem femigen, kriegerischen Tscherkassen, zwischen dem niedrigen habsichtigen Armenier und dem grossherzigen Nachkömmling veredelter Tataren!. Unter diesem Gewirre mehrerer Völkerschaften interessirte mich vorzüglich der biedere sanfte Hindu, welcher den kindlichen Charakter der Urwelt am meisten in sich bewahrt zu haben scheint, und dessen Mythologie und Abstammung an die früheste Kindheit des Menschengeschlechtes reicht. Sämmtliche sich hier aufhaltende männliche Individuen dieser Nation, grösstentheils aus Bengalen und der Halbinsel diesseit des Ganges, an der Zahl 30 bis 4., unter denen sich auch ein Bramine befindet, bewohnen gemeinschaftlich ein grosses im Orientalischen Styl schön gebauctes Haus mit einem geräumigen Hof. Ich habe wälırend meiner hiesigen Anwesenheit dieselben oft in ihrer Wohnung besucht, mich vermittelst der russischen Sprache mit ihnen unterhalten und mehreremal ihren religiösen Versammlungen beygewohnt. Nie habe ich diese gnten Menschen geselin, ohne für ihren anspruchlosen redlichen Charakter und für den geraden Sinn, der sich in ihrem ganzen Benehmen ausspricht, erhöhete Achtung zu gewinnen.

Astrachan.

aus den Gattungen: Melilotus, Arenaria.

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In einem der vielen Ausflüsse der Wolga wächst chanzu Anfang des Monats September, nachdem ich die eigentlich in Indien einheimische und dessen Be- vorher an dem jenseitigen Wolga - Ufer zu Solänka, wohnern heilige Prachtpflauze Nelumbo (Cyamus Ne- nebst meiner Begleitung, Quarantine gehalten hatte. lumbo Sm. Nelumbium Willd.). Schon einer meiner Diese war indessen nicht so streng, dsss wir nicht Vorgänger, D. Londes, (seitdem zu Georgieilsk am Erlaubniss erhalten hätten, während der Dauer derKaukasus verstorben), hatte sie einige Jahre vor mei- selben Excursionen in die benachbarte Gegend zu unner Aukunst ausgesucht, gesammelt und entzückt die ternehmen. Ich ging von hier auf das linke User Pracht ihres Anblicks gepriesen. Mir ward der Auf- der Wolga zurück und auf einem Seitenarm derseltrag dieselbe, wo möglich, lebend in den Garten ben nach Krasnoyar, einem ohngefähr 30 Werst von nach Gurenki zu verpflanzen.

Astrachan entfernten kleinen Städichen, das rings! Ich schwamm deshalb mit einer Gondel auf der von Wasser umflossen wird. Dieser Ort ward Wolga 60 Werst von Astrachan abwärts bis nach uns weniger durch Pflanzen, als durch mehrere selteSedlüstow, einer an den Mündungen der Wolga lie- ne Wasservögel, Schnepfen - und Strandläuferarten, genden Iusel, wo sich die Seequarantäne befindet, er- die wir hier erbeuteten, interessant. hielt hier einen mit den labyrinthischen Krümmun- Der nahe gelegene Theil der Steppe pflegt wäh-A gen der Wolgaausflüsse und mit der Stelle, wo das rend des Sommers von einem Nomadenstamm, den ! Nelumbium wächst, bekannten Führer, und hatte das Konduroffskyschen Tataren, durchzogen zu werden, Glück, dies Prachtgewächs, in welchem die Indische welcher, wider die sonstige Gewohnheit der SteppenMythologie das göttliche Geheimniss der Zeugung zu bewohner, den Winter in bleibenden Wohnungen, in finden glaubt, in Menge blühend anzutreiten. Es zwey nahe an der Wolga gelegenen Dörfern, zuzuwächst an einer einzelnen Stelle in einem der Seiten- bringen pflegt. Von allen Nomaden, die ich bisher au-flüsse der Wolga, in zwey bis drittehalb Ellen sah und besuchte, sind dies bey weitem die gebildettiefein Wasser, wo die starke Wurzel desselben im sten und wohlhabendsten. Ich war einige Tage lang moorigten Grund viele Ellen weit fortraukt und auf der Gast eines der angesehensten unter ihnen. Sein mehrern Puncten alljährlich frische, blühende Schöss- ehrwurdiges Acussere glich dem Bild, das uns die linge über das Wasser emportreibt.

mablerische Phantasie berühmter Künstler von den Ich verpackte eine binlängliche Anzahl dieser Erzvätern zeichnet. Die einfache Sitte, die väterWurzelzweige sorgfältig in ein mit Wasser angefüll- lich milde Art, mit welcher das Oberhaupt der Famites Gefass und sendete dies durch die Post in mög- lie über alle zum Familienkreise gehörige Persolichster Schnelligkeit von Astrachan nach Gorenki. nen, Weiber, Kinder, Gesinde, unumschränkt herrscht, Ich erhielt in der Folge die Nachricht, dass sie zu die, fast möchte ich sagen, zärtliche Sorgfalt, welche grosser Freude der dasigen Botaniker noch grünend für die Heerden, aus Pferden, Kameelen, Rindern und und lebend angekommen und in ein eignes, hierzu beson- Schaafen bestehend, dem Reichthum des Nomaden, ders bestimmtes Bassin verpflanzt worden wären. denen er fast einzig und allein seinen Unterhalt verDoch aller Vorsicht und Mühe olingeachtet, schlug dankt, getragen wird, erinnert lebhaft an die alitedie Hofnung dies köstliche, seltene Gewächs in dem stamentlichen Schilderungen der patriarchalischen Sitten dasigen Garten einheimisch und zu einer Zierde des- der Urwelt. selben zu machen, fehl. Schon im ersten Winter

Dieser Stamm ist nicht sehr zahlreich und benach seiner Verpflanzung ging dies Prachtgewächs steht vielleicht im Gauzen kaum aus 5–600 Kibitken wiederum ein.

oder Filzzelten und ohugefähr 3000 Seelen. Am Ich machte von Sedlistow einen Abstecher nach Wohlstand übertrilt er alle übrigen Steppenvölker, der einige Meilen von der Seeküste entfernten Insel besonders die Kalmücken und Kirgisen weit. Dieser die vier Hugel, welche zum Signal für die in die zeigt sich im Acusern schon an seinen geräumigern Wolga einlaufenden Schiffe, mit einem hohen Leucht- and reinlichern Filzzelten, an der bessern Kleidung, thurm versehn ist. Es wurden uns hier einige neue und dem Putze der Weiber, und in dem Gebrauch Insekten und mehrere schöne Pflanzen zu Theil. eines eigenthiunlichen Fubrwerks, eines ungeheuren,

Die Gegend um Astrachan selbst gewährt weder zweyrädrigen, bedeckten Karrens, Arpa genannt, in botanischer noch in entomologischer Hinsicht eine welcher das bewegliche Wohnhaus der Weiber und bedeutende Ausbeute. Im Frühjahr ist sie, wie ich ihre ganze Haabe trägt.

den Proben, welche mir ein hiesiger Sammler In einer Entfernung von 300 Werst von Krasaus seinen Vorräthen mittheilte, interessanter. Die noyar, nördlicher als Arsagar, liegt ein dem letztern blutgierigen Mücken, welche die Umgebungen Guriety's Ort ähnlicher, aber mehr bekannter Steinsalzhiigel, zu einer Hölle machen, siud auch die Plage der hie- von den Mongolen Tschapschatsthi genannt Wir sigen Gegend, obgleich im minderen Grade lästig. suchten ihn auf Ein 11% 2. (..lub schroilen

Man hatte mich von Muskau aus veranlasst, bey Hügeln, 14 bis 15 Werst im Umfang, wo bier und Anväherung des Herbstes eine Excursion in die nord- da festes Steinsalz zu Tage aussteht, oder doch nur östlich von Astrachan gelegenen Steppengegenden zu durch eine dünne Ereschicht bedeckt ist, liat in seiner unternehmen, und diese vorzüglich der Ernte der Mitte eine Kralerförmige Vertiefung von einigen Salzkräuter zu widmen. Ich verliess demnach Astra- Wersten im Umkreis. Im Frühjalır beim Schmelzen

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mehr, da sie sämmtlich nur zu 4 bis 7 Personen und in Hinsicht auf Decoration und Kostum weder kostspielig noch umständlich sind. Keines davon erfordert ungewöhnliche Kleidung, und, die Vertrauten ausgenommen, deren zweyter Akt im Garten spielt, können sie vor einem freundschaftlichen Zirkel im Besuchzimmer dargestellt werden.

Breitkopf et Härtel in Leipzig.

an

Verzeichniss der Bücher, welche in der Ostermesse

1814. in der Weidmannischen Buchhandlung in Leipzig fertig geworden und um die beygesetzten Preise in allen Buchhandlungen zu bekommen sind.

des Schnees füllt sie sich mit Wasser, das in der Hitze des Sommers verdunstet, und ein Geinisch von Sal, eter, Gla ber- und Kyclisalz zurückläst. Anhöhen sow whl als die Ufer dieses Salzteichs sind mit einer Menge ausgezeichneter Salzkräuter verschen, doch suchten wir unter denselben die seltene und schöne Sats. rosacea Pall., auf die man mich vorzüglich aufmerksam gemacht hatte, vergeblich. Zwischen dem Steinsalzgebirge Tschaptschatschi und der Achtuba trafen wir unvermuthet auf einen Ort, wo Pallasia, von welcher wir früher den Kamy.ch Samara Seen nur einen einzelnen isolirten Strauch gefunden hatten, ungemein häufig stand.

Von dem Flecken Wolodimirofka an der Achtuba unternahm ich zum zweytenmal eine Seitentour in die Gegend des Bogdosees, die ich zwey Jabir vorher im Frühling besucht hatte, jetzt aber freilich in einem ganz andern Colorit fand. Die üppige bunte Frühlingsflor war verschwunden, und nur einfache blüthenlose Salzkräuter an deren Stelle getreten. Doch diese waren es ja, die wir suchten. Nach einer über Erwartung reichen Ernte, zu welcher sich einige vorher noch nicht bemerkte Arten gesellten, kehrte ich auf dem nehmlichen Wege, den ich vor zwey Jahren genommen hatte, auf das jenseitige Wolgauser und nach Sarepta zurück,

Man beschloss mehrern Gründen hier zu überwintern. Da der Bukharische Reiseplan gänzlich ausgesetzt zu seyn schien, so knüpften sich erneuete Vorschläge und Unterhandlungen an über eine künftige, mit einer erweiterten Reisegesellschaft zu unternebmende Reise in die liebliche am südlichen User des kaspischen See gelegene persische Provinz Masanderan, an deren Grenzen sich die Persische Reise des jungern Gmelin ehemals so unglücklich endigte,

Doch eine heftige Krankheit, die mich hier in der Folge befiel, sich in mehreren Recidiven erneuete und von der ich nur allmählig und langsam genas, Verbot inir an jeden grössern Reiseplan zu denken.

Mein bisheriger Begleiter Herr Herrmann, unternahm eine Seitenexcursion in die südlichen Gegenden des Dons zwischen katschalna und dem Hauptort der Doni-chen Kosaken 7'scherkask. Ich aber eilie in den ersten Tagen des Jun. 18 2 über Tambow, Riesan nach Moskau und Gorenki zurück.

A. M. Tauscher.

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Beck's, Christn. Daniel, Anleitung zur Kenntniss

der allgem. Welt- und Völkergeschichte für Studirende. ister Theil, iste Hälfte. Zweite gänzlich umgearbeitete und stark vermehrte Auflage. gr. 8

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Etiam sub titulo:

A n kündigungen.

Ciceronis, M. T., Philosophica omnia ex scriptis

recens etc. Vol. III tium 8 maj.Demosthenis Oratio de Corona, quam denuo re

cognovit et Jo. Taylori, Hier. Wolfii, Jer. Marklandi, J. Palmerii, J. J. Reiskii suisque animadversionibus auctioribus edidit Gottl. Christoph Harless. 8 maj. Charta impress.

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3 Rthlr. 8 Gr. od. 6 Fl. Platonis Leges et Epinomis ad optimorum librorum

fidem emendavit, perpetua adnotatione illustravit et indices rerum ac verborum adiecit D. Frider. Astius, II Tomi 8 maj. Charta impress. 5 Rthlr. od. 9 FI. Idem liber, charta script. gall,

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